Drei Wagen für Sozialstation. OV 10.05.2011



Vechta (vk/es) - Die Sozialstation Nordkreis Vechta fährt jetzt alle Tagespflegegäste selbst. Der Pflegedienst hat sich mit Unterstützung durch den Landkreis Vechta und die Pflegekassen drei behindertengerechte Fahrzeuge im Wert von jeweils 55 000 Euro angeschafft.

 

Zugleich wurden sieben speziell geschulte Fahrer auf 400-Euro-Basis eingestellt. Sie holen jetzt die älteren Menschen zu Hause ab und fahren sie am Ende des Tages dorthin zurück. Das hat bisher der Malteser Hilfsdienst (MHD) gemacht. Allerdings mußte der MHD nach der Abschaffung des Zivieldienstes sein System umstellen. Auch aus Kostengründen übernimmt die Sozialstation Nordkreis Vechta den Fahrdienst selbst.

 

70 ältere Menschen werden pro Woche in die Tagespflege gebracht. "Einige täglich, andere einmal pro Woche", erklärt Peter Schulze, der Geschäftsführer der Sozialstation. Das sei ein enormer Aufwand, gerade weil jetzt weniger Autos zu Verfügung stünden. Daher gestalte die Sozialstation den Fahrplan effizienter. "Unser Dank gilt den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen, die diese Herausforderung mit angenommen haben", sagt Schulze. Einige Tagespflegegäste, von denen gut 55 Prozent im Rollstuhl sitzen, mußten von dem gewohnten Tag abrücken. 28 ältere Menschen kommen täglich in die Einrichtung am Dominikanerweg, die es seit 1992 gibt. Sie werden dort pflegerisch betreut und nutzen verschiedene Angebote - auch zur Entlastung der pflegenden Angehörigen.

 

In den Autos ist Platz für vier Rollstuhlfahrer und vier weitere Gäste. Die Anschaffung wird über ein Programm des Landes Niedersachsen innerhalb von acht Jahren refinanziert. Positiver Nebeneffekt des Autokaufs ist laut Schulze die Möglichkeit, jetzt auch spontan Ausflüge für die Senioren anbieten zu können. Die erste Fahrt führte zu einer Wallfahrt nach Bethen. Die Wagen können für Kranken- und Behindertentransporte auch ausgeliehen werden. Ansprechpartnerin bei der Sozialstation: Vanessa Meier (Telefon 9773-0).